IMS Spezifikation "Learning Design"
Weiterentwicklung der Educational Modelling Language (EML) zum IMS Learning Design.
Die Educational Modelling Language (EML), entwickelt von der Open University of the Netherlands (OUNL) und vielversprechender Ansatz zur Vereinheitlichung der Beschreibungssystematik didaktischer Szenarien, erhielt im Jahr 2002 eine neue Ausrichtung. Durch die Ausgestaltung zur IMS-Spezifikation können Lernplattformen zukünftig eine breite Palette unterschiedlicher pädagogischer Ansätze unterstützen.
Ausgangspunkt zur Entwicklung der EML war das Fehlen einer einheitlichen Sprache, die es erlaubt, komplexe Lernstrukturen (Lehrgänge, Kurse und Kursbestandteile) integriert zu beschreiben. EML basiert auf einem Metamodell zur Modellierung pädagogischer Aspekte von Lernumgebungen. Zentraler Aspekt ist die Einbettung von Lernobjekten in einen didaktischen Kontext. In "Modeling units of study from a pedagogical perspective - the pedagogical metamodel behind EML" (Koper, 2001) werden vier Komponenten beschrieben:
Ausgangspunkt zur Entwicklung der EML war das Fehlen einer einheitlichen Sprache, die es erlaubt, komplexe Lernstrukturen (Lehrgänge, Kurse und Kursbestandteile) integriert zu beschreiben. EML basiert auf einem Metamodell zur Modellierung pädagogischer Aspekte von Lernumgebungen. Zentraler Aspekt ist die Einbettung von Lernobjekten in einen didaktischen Kontext. In "Modeling units of study from a pedagogical perspective - the pedagogical metamodel behind EML" (Koper, 2001) werden vier Komponenten beschrieben:
- Die Theories of learning and instruction (Lern- und Lehrtheorien) beschreiben Theorien, Prinzipien und Modelle des Lernens und Lehrens. In diesem Modell werden die Theorien als empiricist (behavioristisch), rationalist (kognitivistisch und konstruktivistisch), pragmatist-sociohistoric (sozio-konstruktivistisch) und eclectic (Mischformen) klassifiziert.
- Das Learning Model (Lernmodell) beschreibt, wie Lernende konsensbasiert lernen. Das Lernmodell besteht aus der Beschreibung von Interaktionen in bestimmten Lernsituationen.
- Das Domain Model (Domänenmodell) ist eine Abbildung der Anwendungsdomäne, für die Lernprozesse initiiert werden.
- Das Units of Study Model (Modell der Lerneinheiten) bildet ab, wie Lerneinheiten bei gegebenen Lerntheorien, Lernermodellen und Domänenmodellen gestaltet werden.
EML goes IMS
Seit Herbst 2002 wird die Weiterentwicklung der EML durch die Standardisierungsinitiative des IMS Global Learning Consortium unter dem Titel "IMS Learning Design" (IMS LD) betrieben. IMS geht es dabei vor allem um das Lerneinheiten Modell (Units of Learning).
Conceptual model of overall Learning Design (Quelle: IMS Global Learning Consortium, Inc., IMS Learning Design Information Model, Okt. 2002)
Beschreibung von Ablaufstrukturen
Im Zentrum der Spezifikation steht die formalisierte Abbildung bzw. standardisierte Notation definierter Ablaufstrukturen (abgefasst in Alltagssprache oder in beliebigen anderen Schemata). Dabei werden zwar alle methodischen Entscheidungen vor dem von IMS definierten "Learning Design" getroffen. Die Leistung von IMS LD besteht jedoch insbesondere darin, die Inhalts- und Ablaufstrukturen neutral und in einer "machine-readable manner" abzubilden, bzw. deren Beschreibbarkeit im XML-Format weiter auszubauen.
Dadurch wird es möglich, die Learning Design - Strukturen mit methodisch-didaktischen Taxonomien zu verknüpfen. Sofern diese Daten zur Laufzeit bereitstehen sollen, geschieht das über die IMS Metadaten.
Dadurch wird es möglich, die Learning Design - Strukturen mit methodisch-didaktischen Taxonomien zu verknüpfen. Sofern diese Daten zur Laufzeit bereitstehen sollen, geschieht das über die IMS Metadaten.
