DIN PAS 1032-1:2004
Die Spezifikation DIN PAS 1032-1 basiert auf Erfahrungen aus Praxis, Forschung und Entwicklung im Bereich der Bildung unter besonderer Berücksichtigung von E-Learning und der darauf beruhenden Erkenntnis, dass bestehende Standards für Prozesse oder Produkte nur eingeschränkt benutzt werden können.
Es existiert eine Vielzahl an prozessorientierten Ansätzen, von denen sich jedoch keiner durchsetzen konnte. So kann ISO 9000:2000 als allgemeines Managementmodell verwendet werden, die Spezifikation von Bildungsprozessen werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.
Daraus ergibt sich der Bedarf, ein allgemein akzeptiertes, harmonisiertes Prozessmodell zu entwickeln, das bestehende Ansätze integriert. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass nicht immer eindeutige Kriterien gefunden werden können, um eine Lernressource oder ein Lernszenario zu evaluieren. Vielmehr sollen die Entwicklungs- und Lernprozesse so gestaltet und durchgeführt werden, dass sie den in diesem Dokument formulierten Anforderungen genügen.
Die aufgeführten Qualitätskriterien zur Produktprüfung berücksichtigen ebenso wie das harmonisierte Prozessmodell bestehende Kriterienkataloge. So müssen beispielsweise die Kriterien von ISO 9241 für Softwareprodukte erfüllt sein. Es gibt jedoch eine Reihe von lern- und medienpsychologischen Qualitätskriterien in sieben Kriterienbereichen, die über ISO 9241 hinausgehen und auf die spezielle Zielsetzung (das Lernen) bezogen sind. Dabei wird nicht festgelegt, nach welchen lernpsychologischen und didaktischen Kriterien ein Produkt zu gestalten ist, sondern welche Kriterien erfüllt sein müssen, wenn ein spezifischer Ansatz gewählt wurde, und wie die Beschreibung zu erfolgen hat.
Damit tragen beide Qualitätsaspekte (Prozessorientierung und Produktorientierung) zu Transparenz bei Entwicklungs- und Lernprozessen bei, die allen Beteiligten Planungssicherheit ermöglicht.
Daraus ergibt sich der Bedarf, ein allgemein akzeptiertes, harmonisiertes Prozessmodell zu entwickeln, das bestehende Ansätze integriert. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass nicht immer eindeutige Kriterien gefunden werden können, um eine Lernressource oder ein Lernszenario zu evaluieren. Vielmehr sollen die Entwicklungs- und Lernprozesse so gestaltet und durchgeführt werden, dass sie den in diesem Dokument formulierten Anforderungen genügen.
Die aufgeführten Qualitätskriterien zur Produktprüfung berücksichtigen ebenso wie das harmonisierte Prozessmodell bestehende Kriterienkataloge. So müssen beispielsweise die Kriterien von ISO 9241 für Softwareprodukte erfüllt sein. Es gibt jedoch eine Reihe von lern- und medienpsychologischen Qualitätskriterien in sieben Kriterienbereichen, die über ISO 9241 hinausgehen und auf die spezielle Zielsetzung (das Lernen) bezogen sind. Dabei wird nicht festgelegt, nach welchen lernpsychologischen und didaktischen Kriterien ein Produkt zu gestalten ist, sondern welche Kriterien erfüllt sein müssen, wenn ein spezifischer Ansatz gewählt wurde, und wie die Beschreibung zu erfolgen hat.
Damit tragen beide Qualitätsaspekte (Prozessorientierung und Produktorientierung) zu Transparenz bei Entwicklungs- und Lernprozessen bei, die allen Beteiligten Planungssicherheit ermöglicht.
Anwendungsbereich
Die Spezifikation ist Referenz für die Modellierung von Prozessen in der Bildung unter besonderer Berücksichtigung von E-Learning einerseits und für Qualitätskriterien für Produkte im E-Learning andererseits. Sie umfasst
- ein Referenzmodell für die Qualität von Planungs-, Entwicklungs-, Durchführungs- und Evaluationsprozessen von Bildungsangeboten (kurz: Referenzmodell zur Prozessbeschreibung) und
- ein Referenzmodell für die Qualität von E-Learning-Produkten (kurz: Referenzmodell für E-Learning-Produkte).
Beide Referenzmodelle müssen vom Anwender an den spezifischen Kontext angepasst werden, wie zum Beispiel die berufliche Weiterbildung, die schulische Erstausbildung, die allgemeine Bildung etc.
Das Referenzmodell zur Prozessbeschreibung identifiziert Prozesskategorien und beschreibt einzelne Prozesse mit ihren Teilprozessen und Aspekten, Beziehungen, Zielen, Methoden und Ergebnissen.
Das Referenzmodell für E-Learning-Produkte enthält Kriterien, die zur Sicherung der Qualität von e-Learning-Produkten notwendig sind. Die Kriterien sind nicht übertragbar auf andere Produkte, die in Bildungsprozessen benutzt werden könnten (z. B. Lehrbücher oder Seminarunterlagen), und sind vor allem in den Prozesskategorien "Konzeption", "Produktion" und "Einführung" des Referenzmodells zur Prozessbeschreibung von Bedeutung.
Um die Umsetzung Referenzprozessmodells in die Praxis zu unterstützen wurde die DIN PAS 1069 als Leitfaden für die Nutzung der PAS 1032-1 bzw. des Standards ISO/IEC 19796-1 erarbeitet, der als Download kostenlos beim Beuth-Verlag verfügbar ist.
Das Referenzmodell zur Prozessbeschreibung identifiziert Prozesskategorien und beschreibt einzelne Prozesse mit ihren Teilprozessen und Aspekten, Beziehungen, Zielen, Methoden und Ergebnissen.
Das Referenzmodell für E-Learning-Produkte enthält Kriterien, die zur Sicherung der Qualität von e-Learning-Produkten notwendig sind. Die Kriterien sind nicht übertragbar auf andere Produkte, die in Bildungsprozessen benutzt werden könnten (z. B. Lehrbücher oder Seminarunterlagen), und sind vor allem in den Prozesskategorien "Konzeption", "Produktion" und "Einführung" des Referenzmodells zur Prozessbeschreibung von Bedeutung.
Um die Umsetzung Referenzprozessmodells in die Praxis zu unterstützen wurde die DIN PAS 1069 als Leitfaden für die Nutzung der PAS 1032-1 bzw. des Standards ISO/IEC 19796-1 erarbeitet, der als Download kostenlos beim Beuth-Verlag verfügbar ist.
